Rebsorten

Auf 10 Hektar Anbaufläche kümmern wir uns um bekannte Rebsorten wie Müller-Thurgau, Silvaner, Bacchus und Kerner. Aber auch anspruchsvollen Sorten, wie z. B. Rieslaner, Scheurebe, Riesling, Weißer Burgunder und Gewürztraminer schenken wir unsere ganze Aufmerksamkeit. Neben den Weißweinen gilt unser Engagement auch den Rotweinsorten Portugieser, Domina und Dornfelder, mit denen wir in den letzten Jahren eine immer größere Beachtung erzielen. Seit einigen Jahren widmen wir uns mit großer Leidenschaft der wertvollen und in Franken seltenen Rotweinrebe Blaufränkisch.
Müller-Thurgau
Bereits 1913 wurden die ersten Reben dieser Sorte in Franken gepflanzt. Sie ist die am häufigsten anzutreffende Rebsorte in Franken und wurde nach ihrem Züchter, Herrn Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau, benannt. Sie wurde aus den Sorten Riesling und Gutedel gezüchtet und wird auch als Rivaner bezeichnet. In der Regel sind die Weine feinfruchtig mit einem zarten Muskatbukett und einer milden Säure.
Silvaner
In keinem Weinbaugebiet hat der Silvaner den Stellenwert wie in Franken. Er ist das Charaktergewächs Frankens! Diese alte Rebsorte fand ihren Weg über Österreich nach Franken.
Durch Untersuchungen der Erbanlagen konnten auch die Kreuzungspartner Traminer und Österreichisch Weiß festgestellt werden. Das Charaktergewächs Frankens benötigt gute Weinbergslagen, da die Traube spät ausreift.
Die Weine mit ihrem unaufdringlichen, verhaltenen Bukett sind ideale Essbegleiter, vor allem zu Fisch und Spargelgerichten. Wegen der verlässlichen Bekömmlichkeit ist der Silvaner auch ein guter Begleiter im geselligen Freundeskreis.
Bacchus
Diese erst ab den 80er Jahren angebaute Rebsorte wurde vom Pfälzer Peter Morio aus den Rebsorten Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau gezüchtet.
Die frühreife Sorte ergibt fruchtbetonte, milde Weine und findet zunehmend ihre Liebhaber unter den Weintrinkern.
Kerner
Diese erst ab den 80er Jahren verstärkt in Franken angebaute Sorte wurde ab 1930 in Weinsberg aus Riesling und Trollinger gezüchtet. Sie wurde nach dem Weinsberger Arzt und Dichter Justinus Kerner benannt.
Die Frostfestigkeit der Reben entschädigt die Winzer für die etwas höheren Aufwendungen bei den Pflegearbeiten.
Die Weine lassen mit Ihrer Frucht und Rasse die Verwandtschaft zum Riesling erkennen.
Rieslaner
Der Rieslaner ist ein echter Franke. 1921 wurde er vom gebürtigen Marktbreiter Ökonomierat Herrn Dr. Ziegler in Veitshöchheim bei Würzburg aus den Rebsorten Silvaner und Riesling gezüchtet. Bis auf wenige Ausnahmen wird er nur in Franken angebaut aber auch hier ist er eine echte Rarität geblieben. Dafür ist er jedoch der ungekrönte König der fränkischen Weißweine.
Die besten Lagen sind gerade gut genug für diese spät reifende Sorte. Dort gedeihen die Trauben die den Wein liefern. Durch deren feine und vielschichtige Fruchtnuancen gepaart mit pikanten Säuren machen sie diese Rebsorte unverwechselbar.
Unser Betrieb fühlt sich auch wegen der verwandtschaftlichen Verbindung zu Dr. Ziegler dieser Rebsorte verpflichtet. In besonderen Jahren ernten wir von diesen außergewöhnlichen Reben unsere edelsüßen Spezialitäten.
Scheurebe
Diese Rebsorte wurde bereits 1916 von Georg Scheu in Alzey aus Silvaner und Riesling gezüchtet.
Auch Sie will an nach Süden, oder Süd-West ausgerichteten Weinbergen gepflanzt werden.
Die Weine erinnern in ihrem Duft an Schwarze Johannisbeeren. In Verbindung mit einem kräftigen Körper begeistert diese Spezialität viele Genießer.
Riesling
Über das gesamte deutsche Weinbaugebiet gesehen nimmt die Rieslingfläche den ersten Platz ein. Auch vom Image her wird er gerne als König der Weißweine bezeichnet.
Die spätreife Rebe, verlangt die besten Lagen. Somit steht sie natürlich im fränkischen Weinbaugebiet mit dem Silvaner und anderen wertvollen Sorten in Konkurrenz. Deshalb spielt der Riesling, von der Fläche her gesehen, nicht die Rolle wie in den anderen deutschen Weinbaugebieten.
Die Weine sind aber überragend: eine feine Frucht, an Pfirsich erinnernd, spielt mit der pikanten Säure dieser alten Rebsorte.
Weißer Burgunder
Die Familie der Burgundersorten umfasst viele Spielarten. Vermutlich entstanden sie alle aus der Rotweinsorte Spätburgunder. Weltweit gesehen haben die Rebsorten eine große Bedeutung erlangt und somit pflanzen auch immer mehr fränkische Winzer Burgundersorten an.
Der Weiße Burgunder ist sehr blühempfindlich und auch die Pflege im Weinberg fordert den Winzer.
Die Weine sind mit ihrer dezenten Frucht sehr gute Essbegleiter.
Traminer
Der Traminer und der etwas intensiver schmeckende Gewürztraminer ist wohl eine der ältesten Weißweinsorten.
Wegen der oft niedrigen Erträge wird er nur von wenigen Winzern kultiviert. Als spätreifende Sorte will sie von der Sonne verwöhnt werden.
Die Weine bezaubern durch ihre weiche Säure und dem einzigartigen Duft von Heckenrosen.
Portugieser
Der Portugieser ist eine alte Rebsorte, deren Herkunft nicht eindeutig belegt werden kann. Obwohl sie in Portugal völlig unbekannt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie Ihre Heimat in diesem Land hat. Neben Deutschland wird sie auch seit dem 18. Jahrhundert in Österreich angebaut.
Die Ansprüche an die Lage sind nicht sehr hoch. Probleme macht jedoch ihre Frostempfindlichkeit. Die Trauben sind relativ früh reif.
Bei etwas späterer Lese und nicht zu hohen Erträgen ergeben sie weiche und samtige Weine mit einer ansprechenden Farbe.
Domina
Die am Geilweilerhof in der Pfalz aus den Rebsorten Portugieser und Spätburgunder gezüchtete Rebsorte hat offensichtlich im fränkischen Weinbaugebiet ihre Heimat gefunden.
Aus guten Weinbergslagen erntet man Trauben, die später als Wein mit ihren Taninen und Farbe an südländische Rotweine erinnern.
Dornfelder
Diese Neuzucht hat wie keine andere Rotweinsorte die deutschen und somit auch fränkischen Weinberge erobert. In Weinsberg wurde sie aus Helfensteiner und Heroldrebe gezüchtet.
Die Ansprüche an die Lage sind bei dieser früh reifenden Rebsorte nicht besonders hoch.
Die Rebsorte ist sehr fruchtbar. Um gute Weine mit ihrer auffällig tiefdunklen Farbe zu erzeugen, sind ertragsreduzierende Maßnahmen unumgänglich. Die Weine überzeugen durch ihr fruchtbetontes Bukett und ihre milde Säure.
Blaufränkisch
Eine Rarität in Franken. Diese Rebsorte kommt ursprünglich aus dem Donauraum. Sie hat im österreichischen Burgenland und Ungarn einen hohen Stellenwert. In Württemberg wird sie als Lemberger bezeichnet und gilt als der König der dortigen Rotweine.
Diese spätreifende Rebsorte benötigt sehr gute Lagen und eine konsequente Ertragsreduzierung. Zusätzlich ist das aufwändige Halbieren der Trauben zur Optimierung der Qualität sinnvoll.
Nach einer notwendigen längeren Reifezeit präsentiert sich der Wein mit Beerenaromen und kräftigen, nachhaltigen Körper.